Die Feels like heaven-Manuskripte vom 3. bis 9. Mai 2026
Autorin: Maike Jakob, Mainz
Thema: Lachen für den Frieden
Sonntag, 3. Mail 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Wann habt Ihr zum letzten Mal so richtig schallend gelacht? Heute machen das ganz viele, weil heute Weltlachtag ist. Da organisieren sich auf der ganzen Welt Menschen zum gemeinsamen Lachen. Um vierzehn Uhr unserer Zeit starten dann die Lachsalven. Klingt bisschen gaga, die Idee dahinter macht aber Sinn: Lachen baut da Brücken, wo Worte nicht ausreichen. Wenn die Welt voll von Krisen steckt, wirkt ein herzhaftes Lachen wie ein Gegenprogramm. Einige verstehen die Lachaktion heute auch so, als Zeichen für den Frieden. Und verbinden das Lachen mit Gebeten. Das passt wunderbar zu der christlichen Tradition vom „Osterlachen“: Christen glauben ja, dass das Leben stärker ist als der Tod. Daher kommt die Tradition, an Ostern den Tod auszulachen. : In manchen Gottesdiensten werden Witze erzählt und die Leute lachen, bis die Tränen kommen. Wenn Ihr Lust habt mal wieder so richtig zu lachen – macht mit!
Thema: Ihr könnt die Welt verändern
Montag, 4. Mai 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Da muss sich was ändern.“ Wann habt Ihr das zuletzt gehört oder selbst gedacht? Momentan klemmt’s an vielen Ecken in der Welt und vor Eurer Haustür. Klar wünschen sich viele, dass sich das ändert und fordern andere Strukturen, neue Wege. Aber glaubt Ihr, das reicht? Als der christliche Glauben entstanden ist, lag die Welt ganz ähnlich: Viele haben neue Wege gesucht. Jesus meinte: Das Reich Gottes, also: der Zustand, in dem es Gerechtigkeit und Freiheit für alle gibt, beginnt in Euch. (Lk 17.21) Das kann unbequem sein, weil es heißt: Was zu verändern, startet nicht im System, sondern in Euren Herzen und Köpfen. Da wo Ihr entscheidet, was Ihr denkt und tut: Ob Ihr die Wahrheit sagt, Öl ins Feuer gießt, Frieden stiftet, andere anprangert oder stark macht. Wenn Ihr bei Euch anfangt, könnt IHR direkt was bewirken. Wo fangt Ihr heute damit an?
Thema: Wer oder was – hellt Euer Leben auf?
Dienstag, 5. Mai 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
„This music may contain hope“. Wow, das klingt wie ein Warnhinweis, nur andersrum. Oder? „Achtung: Diese Musik könnte Hoffnung enthalten.“ So hat Raye ihr aktuelles Album getauft. Damit erlaubt sie Euch einen Einblick in ihr Leben. Und Überraschung: Hoffen und Glauben spielen da eine wichtige Rolle. Raye spricht offen darüber, dass sie aus einem „sehr dunklen Ort“ gekommen ist. Und dass ihr Glaube sie da rausgeholt hat. Weg vom Glamour, vom Dauerrausch und der Verdrängung. Hin zu Ritualen, zu echten Gesprächen, zu Menschen, die ihr Vertrauen schenken, wo sie einfach sie selbst sein kann und keine Maske braucht. Das hat viel mit dem zu tun, was christlich Leben heißt: Nicht perfekt sein müssen, sondern ehrlich zu sich stehen. Im christlichen Glauben heißt es: Gott ist da, auch im Dunkeln. Nicht als schnelle Lösung, sondern als zuverlässige Gegenwart. Ob das die Hoffnung ist, die Raye meint? Wer oder was lässt Euch hoffen?
Thema: Grünkraft mit Vollgas
Mittwoch, 6. Mai 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Was für ein Frühling bisher, oder? Sonne auf der Haut, dazu Vogelkonzerte, überall Knospen, Blüten, leuchtendes Grün. Als hätte wer auf „Leben“ geklickt. Die Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen hat dafür schon vor neunhundert Jahren das schöne Wort „Grünkraft“ erfunden. Klingt erstmal nach Bio-Smoothie, ist aber mehr: „Grünkraft“, das meint die unsichtbare Kraft Gottes, die alles im Leben hält, und die Ihr jetzt im Frühling ganz intensiv erleben könnt, wenn sie aus grau wieder bunt macht, aus trocken saftig und aus dem Ende einen Anfang. Diese Kraft wirkt auch in Euch und zwar andauernd. Selbst, wenn Ihr Euch eher nach November als Mai fühlt. Hildegard meint: Gott „grünt“, mitten in Eurem Alltag, in Euren Sorgen. Wo die Grünkraft einzieht, verwandelt sie „Funktionieren“ in „Leben“. Also macht die Fenster auf und spürt, wie diese Kraft, Euch lebendig machen will.
Thema: Wo Ihr seid - macht die Welt ein bisschen angenehmer!
Donnerstag, 7. Mai 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Woran zeigt sich für Euch, wie es um unsere Gesellschaft wirklich bestellt ist? Für mich sprechen öffentliche Toiletten zum Beispiel Bände. Da kommt Ihr rein und denkt entweder: Cool, da hat jemand mitgedacht. Oder: Da war wer, der gemeint hat „nach mir die Sintflut“: Papierfetzen überall, Überschwemmung, benutzte Sachen liegen rum, et cetera. So Momente machen klar, dass Nächstenliebe bei ganz unspektakulären Dingen beginnt wie, dass Ihr einen Ort so hinterlasst, wie Ihr ihn vorfinden wollt. Für die Nächsten, die Ihr gar nicht kennt. In der Bibel heißt es schon: Liebt Eure nächsten. Der oder die Nächste, das ist die unbekannte Person, die nach Euch kommt. Auf der Straße, im Laden oder eben auf der Toilette. Nächstenliebe und Menschlichkeit brauchen keine Heldentaten. Sondern nur, dass Ihr auch dann die anderen mitdenkt, wenn keiner dafür klatscht. Wo wollt Ihr das heute tun und die Welt für andere ein bisschen angenehmer machen?
Thema: Verwandlung ist möglich
Freitag, 8. Mai 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Wie kann aus einer Sache, die zerstört, ein Friedenszeichen werden? Gerade heute, einundachtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa eine wichtige Frage. Ein wunderbares Beispiel, wie das gehen kann, gibt Michael Patrick Kelly mit seinem Projekt „PeacBells“, also „Friedensglocken“. Diese Glocken sind gegossen aus alten Munitionsresten und Kriegsschrott. Das Metall, das einmal töten sollte, erklingt jetzt für Frieden und ruft auf, dafür zu beten. Damit greift Michael Patrick ein uraltes Glaubensbild auf: Gott als Verwandler. Gott macht aus dem Tod Leben, versöhnt Streit und heilt, was verletzt ist. Seine Botschaft ist: Selig sind, die Frieden stiften. Frieden beginnt da, wo Ihr dem Bösen die Macht nehmt, auch in Euch selbst. Wenn Ihr auch so was wie „Munition“ oder alten Schrott mit Euch tragt: harte Gedanken, alte Wunden oder ganz andere Lasten . Wollt Ihr Sie mit Gott teilen? Da könnten sie einen komplett neuen Klang bekommen.
Thema: Christliches Orientierungsjahr: Was hat Gott vor mit Euch?
Samstag, 9. Mai 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Bald schlägt für tausende Jugendliche im Land der letzte Schulgong und sie haben ein Abschlusszeugnis in der Tasche. Damit kommt die große Frage: Was mach ich denn jetzt mit meiner Mittleren Reife, zum Beispiel, oder meinem Abitur? Weiterhelfen kann Euch da ein Angebot aus dem Bistum Mainz: Da gibt es das Christliche Orientierungsjahr, kurz COJ: Ein Jahr Zeit zum Sortieren, Ausprobieren und sich selbst kennen lernen. Die jungen Erwachsenen leben da in einer WG in Mainz, leisten einen Freiwilligendienst und werden dabei begleitet, den eigenen Glauben und die eigenen Stärken zu entdecken. Dahinter steckt die Idee: Jeder Mensch hat eine Berufung. Die ist viel mehr als ein Beruf und sie braucht Zeit zum Wachsen, Zeit für den Menschen, zum Hinhören, für Erfahrungen und die Frage „Was hat Gott mit mir vor?“ So ein Jahr bietet Euch neue Ideen und wichtige Erfahrungen für den Weg durchs Leben.
